Ostalbkreis
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22. März: Tag der Kriminalitätsopfer

Seit 2008 leitet der pensionierte Kriminalhauptkommissar Werner Stanislowski die Außenstelle der Opferhilfsorganisation WEISSER RING. im Ostalbkreis. Er wollte seine in 41 Jahren Dienstzeit erworbenen Erfahrungen nicht brachliegen lassen. Zusammen mit zwei Mitarbeitern kümmert er sich ehrenamtlich um die Opfer von Kriminalität und Gewalt.

„In den ersten zwei Monaten dieses Jahres waren es bereits 20 Kriminalitätsopfer, welchen geholfen werden konnte“, sagt Werner Stanislowski. In 10 Fällen waren es Sexualdelikte wie Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Kindern. Diese Straftaten sind für die betroffenen Opfer oft schwer zu bewältigen und erfordern deshalb ein besonderes Maß an Einfühlungsvermögen. Die anderen Fälle waren Körperverletzungen, Raubdelikte, häusliche Gewalt, Stalking und Betrug. Gerade der der Betrug über das Internet wird immer mehr zum Problem. Laut einer repräsentativen Untersuchung ist fast jeder zweite Internetnutzer schon Opfer von Internetkriminalität geworden. Auch die psychischen Folgen von Wohnungseinbrüchen sind für die Betroffenen oft sehr belastend und dürfen nicht unterschätzt werden.

Die hilfesuchenden Opfer erhalten neben menschlichem Beistand und persönlicher Betreuung auch das Angebot einer Begleitung zu Terminen bei der Polizei, bei Rechtsanwälten, bei Behörden und bei Gericht. Allein im Januar und Februar erfolgten acht Prozessbegleitungen. Die Opfer sollen sich nicht alleine gelassen fühlen. Es wird auf die Hilfsmöglichkeiten anderer Stellen hingewiesen und entsprechende Kontakte hergestellt. Hilfeschecks ermöglichen den Opfern eine kostenfreie anwaltliche oder psychotraumatologische Erstberatung sowie eine rechtsmedizinische Untersuchung. Wenn jemand durch eine Straftat in eine finanzielle Notlage geraten ist, kann der WEISSE RING meistens weiterhelfen.

Im Januar und Februar 2018 wurden bereits über 3000 € für die Opfer ausgegeben. Die Hilfeleistungen erfolgen schnell, vielfältig und direkt. Finanzielle Zuwendungen müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Hilfe ist auch nicht von einer Mitgliedschaft im Verein abhängig.

"Viele der Opfer leiden ein Leben lang unter den Tatfolgen. Deshalb ist es wichtig, dass sie den Schutz einer menschlichen Gesellschaft spüren und nicht das Vertrauen in die Gerechtigkeit verlieren“, meint Werner Stanislowski.

Die Kontaktaufnahme erfolgt über die Tel. Nr. 07174/802819 oder stanislo@web.de.